Die Wirkung des Flipchart – Visualisierungen im Workshop

Die Zeiten der Vorherrschaft des Powerpoint-Präsentierens in Workshops und Schulungen gehen dem Ende zu. „Back to the roots“ ist das neue Motto und es werden wieder Flipchart, Pinnwand und diverse andere Materialien herausgeholt, um den Trainees nachhaltige Erfolge zu sichern.

 

Ein Trainer und sein Flipchart

Der Trainer und sein Flipchart sind eine sehr denkwürdige Partnerschaft. An manchen Tagen beruht es auf einer Art Abneigung, die Blätter kräuseln und knicken, die Farbe schmiert und ständig hüpft der Fehlerteufel durch die Lernlandschaft.

Und an anderen Tagen bilden sie ein unzertrennliches Team, ein fast schon metaphorisches Bild des Einklanges. Farbgestaltung, Linienführung und die Aufteilung klappen problemlos. Die passenden Stifte liegen parat, das Papier lässt sich bändigen und, oh großes Wunder, passen auch alle Zeichnungen und Schlagworte wie durch Geisterhand auf das Plakat, auf das Flipchart.

Zu einer passende Visualisierung gehören neben einer deutlichen und erkennbaren Schriftgestaltung auch passende Visualisierungen, möglichst in der bildlichen Darstellung, ergänzen lassen diese sich dann vor allem durch kurze und prägnante Schlagworte.

 

Weniger ist mehr

Bei der letzte Powerpoint-Schulung war es DAS Thema. Die Reduzierung der Inhalte auf einer Folie. „Lasst die Worte es aussprechen und die Bilder es aussagen!“, so die Worte des Trainers. Ob 5×5, 3×4, etc., wichtig war die Aussage der Reduzierung der Schrift auf dem Bildschirm und auf der Leinwand. „Und das gilt doch auch für das Flipchart?“, meinen wir dann zu denken. Der Blick in so manchen Seminarraum zeigt Gegenteiliges.

Lasst die Bilder sprechen

 

„Bilder sagen mehr als 1000 Worte!“, diese Aussage findet in einer modernen und lernzielorientierten Trainingsgestaltung ihren Raum. Die Flipchart-Gestaltung, passend zum Stil des Trainers, leuchtet und strahlt dem Lernenden entgegen. Ergänzt durch kurze und prägnante Schlagworte verankern sich die Inhalte leicht und nachhaltig. Farbauswahl, Schriftgestaltung und Bilderwahl sind dabei ausschlaggebende Faktoren. Vorbilder dabei sind u.a. die Bücher mit vielen Bildern, Kinderbücher. Schön und liebevoll gestaltete Seiten helfen Dinge und Situationen zu verstehen. Das sollte auch das Vorbild des Trainers in seinen Schulungen sein. Ausprobieren ist dabei eine gute Möglichkeit, das Erlernen der Techniken in Workshops der Präsentation und Präsentationstechnik gute Möglichkeiten, die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Das Ei des Kolumbus, Spiele und Gruppenaufgaben im Seminar, Methodik spannend gemacht

Gestern war es soweit, ich habe es einmal wieder getan und ein gruppendynamisches Erlebnis in ein Seminar eingebaut. Nicht nur eine Gruppenaufgabe, sondern eine kniffelige Situation im Team zu lösen.

So etwas hat in einem ernsthaftem Seminar nichts zu suchen? Ich sage: „Doch, auf alle Fälle!“

Was an diesem Morgen mit meinen Teilnehmer passierte, das war mehr als spannend zu beobachten. Die Dynamik, die sich entwickelte, die Kreativität und der Spaß, die noch mehr angeregt wurden, sind wesentlicher Bestandteil des Hidden Curriculums, aber in meiner didaktischen Vorüberlegung fest mit eingeplant. Teilnehmer verzaubern, entführen auf eine Reise in eine spannende und aufregende Lernwelt, sind für mich die Schlüssel bewegender Seminare, Workshops und Trainings.

Frei nach der „FISH!“- Vision: „Spiele!“

 

Rollenspiel vs. Fallbeispiel im Training

Wer kennt es nicht, das beliebte Rollenspiel im Training. So bald wir Trainer das Wort nur erwähnen, sind die Teilnehmer in einer Art Schockstarre verharrend und blicken uns mit großen Augen an. Und das mit Recht!

In unserer Biografie haben wir so einige Rollenspiele hinter uns. Ich erinnere mich noch an einen Zauber im „Kalif Storch“, aber das nur so nebenbei.

Mein Wortschatz wurde von dem Rollenspiel befreit, das sollen die machen, die sich am Wochenende mit Schwertern durch den Wald jagen oder die, die in einem Theater sind. Da gehört es hin.

Die Trainingswelt braucht das Fallbeispiel. Die Rahmenbedingungen der Wirklichkeit geben dem Fallbeispiel viel eher die Möglichkeit, dass der Teilnehmer seine eigenen Verhaltensweisen betrachten, analysieren und, wenn nötig, anpassen kann.

Ausprobieren hilft dabei sehr.